Bedingungen zur Wohngebäudeversicherung  Reetdachhaus Versicherung

Anwendungsbereich
Der Wohnsitz, die Korrespondenzanschrift und das Bankinstitut für den Lastschrifteinzug des Versicherungsnehmers
müssen sich in der Bundesrepublik Deutschland befinden.

 

Vertragsdauer

Die Vertragsdauer darf nicht weniger als ein Jahr betragen. Die Verträge verlängern sich nach Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer stillschweigend von Jahr zu Jahr, wenn sie nicht spätestens drei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt werden. Es dürfen grundsätzlich keine Verträge mit mehrjähriger Laufzeit abgeschlossen werden.
Der Vertragsbeginn darf maximal 12 Monate nach Eingangsdatum des Antrages liegen.


Anwendbare Vorschriften
Es gelten die zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen.

 

Ratenzahlungszuschlag/Zahlungsart
Es werden keine Ratenzahlungszuschläge berechnet. Die Entrichtung der Prämie ist nur im Lastschriftverfahren möglich.

 

Gebühren
Weitere Gebühren oder Kosten, z. B. für die Aufnahme des Antrages oder aus anderen Gründen – außer der gesetzlichen Versicherungsteuer, Mahngebühren sowie den Kosten bei Nichteinlösung im Rahmen eines Lastschriftverfahrens – dürfen nicht erhoben werden.

 

Vorschäden
Bei der Angabe von Vorschäden erfolgt eine individuelle Prüfung, ob eine Annahme möglich ist.

 

Kündigung oder Rücktritt durch den Vorversicherer
In der Regel ist eine Annahme nicht möglich. In begründeten Einzelfällen kann jedoch nach positiver Prüfung eine
Annahme erfolgen.

 

Versicherungsteuer
Die Versicherungsteuer beträgt zurzeit für die Allgefahrendeckung 16,34 %.

 

Wohn- und Gewerbefläche

Die Mindestwohnfläche beträgt 60 m².
Die Summe aus Wohn- und Gewerbefläche darf max. 400 m² betragen.
Die Gewerbefläche darf max. 50 % der Gesamtfläche betragen.

 

Versicherungssumme/Entschädigungsleistung
Eine individuelle Versicherungssumme muss nicht vereinbart werden. Die Entschädigungsleistung im Schadenfall
beträgt max. 1.000.000 EUR. Zusätzlich sind die Kosten gemäß der vereinbarten Bedingungen versichert.

 

Tarifoptionen
Mitversicherung von Glasbruchschäden
Mitversicherung von Elementarschäden

Selbstbehalte
Selbstbehalte können individuell vereinbart werden. Sie gelten additiv zu den bedingungsgemäß geregelten und evtl.
einzelvertraglich (z. B. aufgrund von Vorschäden) vereinbarten Selbstbehalten.

 

Folgende Selbstbehalte können vereinbart werden:
500 EUR (10 % Rabatt)
1.000 EUR (20 % Rabatt)
2.000 EUR (30 % Rabatt)

 

Risikobeurteilung und Risikoverhältnisse
Die Angaben im Antrag sollen eine vollständige Risikobeurteilung und individuelle Gestaltung des Versicherungsschutzes ermöglichen. Alle Antragsfragen sind daher vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten.
Spezielle Risikoverhältnisse (z. B. gefahrerhöhende Umstände, Vorschäden) können Beitragszuschläge,
besondere Vereinbarungen oder individuelle Selbstbeteiligungen erfordern oder zur Ablehnung des Antrages führen.

 

Es können nur Ein- und Zweifamilienhäuser versichert werden
Gebäude, deren Wohn- und Gewerbefläche insgesamt 400 m² übersteigt, können nicht versichert werden
Gebäude, bei denen bekannte Mängel vorhanden sind, können nicht versichert werden.

Bei Versicherungsgrundstücken, die in der ZÜRS-Zone 3 oder 4 liegen, werden Ausschlüsse im Bereich
Elementargefahren vorgenommen. Gebäude mit Vorschäden können teilweise nur mit einer Selbstbeteiligung versichert werden oder führen zur Ablehnung des Antrages.

 

Gebäude, bei denen die Nutzfläche größer als die Wohnfläche ist, können nicht versichert werden. Es können nur gewerblich genutzte Büros oder Praxen mitversichert werden. Gebäude, bei denen die Gewerbefläche mehr als 50 % der Gesamtfläche beträgt, können nicht versichert werden.

 

Gebäudealter ab 61 Jahren:
Es muss eine Komplettsanierung aller Gewerke (Leitungswasser, Dach, Elektrik, Heizung) innerhalb der letzten 40 Jahre erfolgt sein, damit eine Annahme erfolgen kann. Andernfalls Ausschluss des Risikos oder Ablehnung des Antrages.

 

Definition Wohn-/Gewerbe-/Nutzfläche
Wohnfläche ist die zu Wohnzwecken nutzbare Grundfläche aller Räume des versicherten Haushaltes.
(Dachschrägen reduzieren die Grundfläche nicht). Zur Wohnfläche zählen auch Hobbyräume (z. B. Partyraum, Fitnessraum), Wintergärten, Schwimmbäder, Saunen sowie die ausschließlich über die Wohnung zu betretenen gewerblich genutzten Räume (sog. Arbeitszimmer).

 

Nicht zur Wohnfläche zählen:
Treppen, Balkone, Loggien, Terrassen, Dachgärten, Garagen und Carports, Treppen- und Abstellräume,
Waschküchen, Hauswirtschafts-, Heizungs- und sonstige Zubehörräume, nicht zu Wohnzwecken ausgebaute Keller- und Dachgeschosse. 


Weitere Methoden, die akzeptiert werden:
Gesamtfläche laut Wohnflächenverordnung (WoFIV) und den Bauplänen (bei Ein- und Zweifamilienhäusern auch dem Miet- oder Kaufvertrag), sofern diese den aktuellen Ausbauzustand wiedergeben. Gewerbefläche ist die Grundfläche aller gewerblich genutzter Räume in den versicherten Gebäuden. Nutzfläche ist die Gesamtgrundfläche aller geschlossenen Räume von Nebengebäuden und Anbauten, die nicht zu Wohn- und/oder Gewerbezwecken genutzt werden.

 

Bauartklassen (BAK)
BAK I – Massiv – Mauerwerk, Beton

BAK II – Stahl – oder Holzfachwerk mit Stein- und Glasfüllung; Stahl- oder Stahlbetonkonstruktion mit Wandplattenverkleidung aus nicht brennbarem Material (z. B. Profilblech, Asbestzement, kein Kunststoff).

BAK III – Holz, Holzfachwerk mit Lehmfüllung, Holzkonstruktion mit Verkleidung jeglicher Art, Stahl- oder Stahlbetonkonstruktion mit Wandplattenverkleidung aus Holz oder Kunststoff, Gebäude mit einer oder mehrerer offenen Seiten.

BAK IV – wie Klasse I oder II hart, z. B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Metall, gesandete Dachpappe, Grasdächer
hart, z. B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Metall, gesandete Dachpappe, Grasdächer hart, z. B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Metall, gesandete Dachpappe, Grasdächer weich, z. B. vollständige oder teilweise Eindeckung mit Holz, Reet, Schilf, Stroh u.ä., Fertighäuser.

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